Golden Age in Brandenburg
Neue CD mit Juliane Laake

Denkt man an Brandenburg-Preußen und Musik, so fallen einem zunächst Namen wie Friedrich II., Johann Joachim Quantz oder Carl Philipp Emanuel Bach ein. Sie alle stehen für die Musik des 18. Jahrhunderts, davor scheint Brandenburg-Preußen musikalisches Niemandsland gewesen zu sein – doch weit gefehlt! Juliane Laake und ihr Ensemble Art d’Echo beleuchten die Musik am Hofe Friedrich Wilhelms, der die Brandenburger Hofkapelle zu neuer Blüte und damit zu einem Goldenen Zeitalter führte. Der Gambe kam dabei eine ganz entscheidende Rolle zu, denn Kurfürst Friedrich Wilhelm spielte selbst Viola da gamba, versammelte die besten englisch geprägten Gambisten seiner Zeit und kannte das gängige Repertoire seiner Zeit bestens. So sicherlich auch die hier eingespielten, teils in der Königlichen Bibliothek verwahrten Werke von Thomas Lupo, Matthew Locke, Georg Wolfgang Druckenmüller, Hieronymus Kradenthaller, Thomas Brade u.a. Fünf der wiederentdeckten Werke erscheinen in Ersteinspielung, Solostücke für Gambe wechseln sich mit Suiten für die Gambenfamilie, Blockflöte und Harfe ab. Brandenburg glänzt in herbstlicher Leichtigkeit und anklingender Melancholie wahrhaft in goldenen Klangfarben.

Juliane Laake studierte Viola da gamba bei Hille Perl an der Hochschule für Künste Bremen sowie bei Philippe Pierlot am Königlichen Konservatorium von Den Haag. Meisterkurse bei Wieland Kuijken, Paolo Pandolfo und Lorenz Duftschmid. Die Preisträgerin des Internationalen Telemannwettbewerbs Magdeburg hat sich bei zahlreichen renommierten Festivals für Alte Musik einen Namen gemacht. Zuletzt erschien ihre Solo-CD „Berliner Gambenbuch“ beim Label Capriccio. www.julianelaake.de

 

Die Raritäten erklingen mit kantabler Geschmeidigkeit, atmend, mit tänzerischem Puls und kräftigen Farben, vollem Körper und doch angenehm transparent. Überraschend südlich lichtdurchflutet. (Concerti Magazin)

Man hört in ihrem Spiel, dass Juliane Laake den Klang der Gambe liebt. Und alles mischt sich perfekt mit den befreundeten Musikern. Sie und ihr Ensemble Art d'Echo harmonieren hervorragend – man wird regelrecht in den Klang des Jahrhunderts hineingesogen. (RBB Kulturradio)

Musikalischer Genuss paart sich hier mit einem inspirierenden Ausflug in die Geschichte. (Potsdamer Neueste Nachrichten)

This is a beautifully realised programme, superbly recorded and expertly balanced. The players deliver these works with expressive warmth and rhythmic freedom... It all makes for a fascinating collection ... (Musicweb International, Stephen Greenbank)

Nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik "Alte Musik"