Love & Devotion
Deutsche Barock-Motetten aus Leipzig
Die Rheinische Kantorei unter ihrem neuen Leiter Edzard Burchards präsentiert hier eines jener wahrhaft inspirierten, durchgeistigten Alben, die uns mit Hingabe aus der Hektik unserer modernen Geschäftigkeit lösen.
Am Beispiel der altehrwürdigen Motette erzählt das Ensemble die Geschichte der Leipziger Thomaskantoren, die im Laufe von gut anderthalb Jahrhunderten das renommierte und schwierige Amt nach besten Kräften wahrzunahmen– beginnend bei Tobias Michael, der 1631 in einem geschundenen Land antrat, den Herrn gehörig zu preisen, bis hin zu Johann Adam Hiller, dem Klassiker, der im Jahre der Französischen Revolution den Posten übernahm. Daneben stehen einige Musiker, die ihre mehr oder weniger berechtigten Hoffnungen enttäuscht sahen wie Johann Ludwig Krebs, der Schüler des alle(s) überragenden Johann Sebastian Bach, dem selbstredend die »Ouvertüre« des Programms vorbehalten ist: »Jauchzet dem Herrn alle Welt«, ein Pasticcio, in das sich einige Einfälle seines Freundes Georg Philipp Telemann verloren haben.
Man merkt es nicht – denn Love & Devotion ist der gemeinsame Nenner, der diese Welt im Innersten zusammenhält.
Johann Sebastian Bach / Georg Philipp Telemann: Jauchzet dem Herren alle Welt TWV 8: 10 / BWV Anh. 106)
Sebastian Knüpfer: Mein Gott, betrübt ist meine Seele; Erforsche mich Gott
Johann Schelle: Komm Jesu komm
Jesus Christus ist des Gesetzes Ende
Werner Fabricius: Vater in deine Hände
Tobias Michael: In Angst und Not
Johann Friedrich Doles: Herr wer bin ich
Johann Ludwig Krebs: Erforsche mich Gott
Johann Adam Hiller: Alles Fleisch ist wie Gras
